Uhren aus Glashütte - eine lange Tradition

Ihre Tradition reicht über 150 Jahre weit zurück. Die Geschichte der Uhren aus der sächsischen Stadt Glashütte. Der heute etwa 7.000 Einwohner zählende Ort war damals Mitte des 19. Jahrhunderts eine Bergbauregion im Niedergang. Die Erzlagerstätten waren erschöpft, die Menschen mussten sich auf andere Arbeit konzentrieren. Eines kann den Menschen der sächsischen Stadt sicherlich nicht vorgeworfen werden: Dass sie faul waren. Sie suchten nach neuen Quellen, um ihr Leben so gut wie möglich zu gestalten und ihre Familien zu ernähren.

Im Jahre 1845 kam der Uhrmachermeister Ferdinand Adolph Lange nach Glashütte und siedelte sein Gewerbe an. 7.000 Taler steuerte sogar der Staat Sachsen bei, um dem Meister und der Region zu helfen. So konnte lange bald erste Uhrmacher ausbilden.

Zuerst war es ein steiniger Weg voller Rückschläge. Die Uhren von Glashütte mussten erst bekannt werden. Doch die Uhrmacher der Stadt waren zielstrebig und erlangten Erfolg. Als die Gründerzeit Deutschland aufblühen ließ, erlangte auch Glashütte wieder Erfolge. Auf jeden Fall wurde die Uhrenindustrie für Glashütte zum absoluten Glücksfall.

In dieser Zeit entstanden viele Firmen, die sich mit dem Uhrmacherhandwerk beschäftigten. Einige der bekanntesten Namen sind Lange & Söhne, Assmann, Union oder die Glashütter Präzisionsuhrenfabrik AG.

Sogar die Deutsche Uhrmacherschule hatte damals ihren Sitz in Glashütte.

Im Zweiten Weltkrieg erlebte die Industrie in Glashütte zunächst eine Blüte, da sie die Fliegeruhren herstellte. Der Name Tutima wurde in ganz Deutschland bekannt.

Doch genau das brachte auch die Russische Armee dazu, dass sie Glashütte bombardierte und einen Großteil des Ortes zerstörte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es zunächst schwierig für Glashütte. Die einzelnen Firmen wurden zur VEB Glashütter Uhrenbetriebe zusammen gefasst. Doch immerhin galt Ware aus Glashütte weiterhin als qualitätsvoll. Die Modelle "Spezimatic" und "Spezichron" erlangten Berühmtheit.

Nach dem Ende der DDR wurde die VEB wieder in einzelne Betriebe aufgelöst, die bis heute weiter bestehen und Glashütte nach wie vor zur erfolgreichen Uhrmacherstadt machen.


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